„Wo kommt nur der extra Kilo wieder her?“ Gewichtsschwankungen zählen bei vielen zu den nervigen PMS-Beschwerden. Diese können von ein paar Hundert Gramm bis zu einigen Kilos reichen. Zum einen kann es tatsächlich daran liegen, dass du auf Grund von Heißhunger-Attacken mehr isst, zum anderen ist eine Gewichtszunahme vor und während der Periode aber oftmals schlicht und einfach Wassereinlagerungen geschuldet.

Warum speichert der Körper so viel Wasser?

Es sind mal wieder die Hormone Östrogen und Progesteron, die für extra Kilos durch Wassereinlagerungen sorgen. In den 14 Tagen vor deiner Periode sind der Östrogen- und Progesteronspiegel auf einem relativ hohen Niveau und dein Körper bereitet sich auf die Periode vor. Er arbeitet also auf Hochtouren und damit er dies auch effizient tun kann, benötigt er viel Wasser. So speichert er es sicherheitshalber ab – und da Wasser schwer ist, merken wir das sofort.

Die gute Nachricht: Die Kilos aus den Wassereinlagerungen wirst du ganz von alleine wieder los. Da der Östrogenspiegel mit Einsetzen deiner Periode wieder abnimmt, geht es meist sogar recht schnell, dass du das Wasser wieder verlierst.

Wassereinlagerungen wirken sich aber nicht immer nur auf dein Gewicht aus. Sie lassen auch oftmals deine Gelenke anschwellen, wodurch Beine, Hände und Füße schnell mal richtig weh tun können. Das ist vor allem bei den sommerlichen Temperaturen wirklich unangenehm. Leidest du auch darunter? Dann haben wir ein paar Tipps für dich:

So sagst du Wassereinlagerungen den Kampf an:

  1. Tierisches Eiweiß fördert Wassereinlagerungen. Das liegt nicht an den Tieren selbst, sondern vielmehr an den Hormonen, die ihrem Futter beigefügt sind. Also verzichte am besten in der Zeit vor deiner Periode auf Fleisch, Fisch und tierische Produkte.
  2. Lass lieber die Finger von zu viel Salz. Je mehr Salz du zu dir nimmst, desto mehr Wasser benötigt dein Körper, um zu arbeiten. Der Grund dafür: Das Natrium im Salz bindet Wasser und fördert dadurch Wassereinlagerungen. Greife lieber zu frischen Lebensmitteln als zu Fertigprodukten und benutze Meersalz zum Würzen, denn das ist natriumärmer als normales Salz.
  3. Vergiss nicht, viel zu trinken. Auch wenn es erst einmal paradox klingt – es ist tatsächlich so: Wasser entwässert. Achte also darauf, dass du zwei bis drei Liter am Tag trinkst. Tees mit Birkenblättern oder Brennnessel helfen nochmal zusätzlich bei der Entwässerung.
  4. Auch einige Lebensmittel können euren Körper bei der Entwässerung unterstützen. Besonders wichtig sind kaliumhaltige Produkte, wie Broccoli, rote Beete, Nüsse oder Bananen. Diese helfen dabei, dass dein Körper wieder in Balance gebracht wird. Auch Vitamin B6 trägt zur Entwässerung bei und kannst du z.B. durch Wassermelonen, Kartoffeln oder Gurken zu dir nehmen. Um Schmerzen und Schwellungen zu lindern, helfen magnesiumhaltige Nahrungsmittel, wie dunkle Schokolade, Nüsse oder grünes Gemüse.

Der wohl wichtigste Tipp, wenn du dich vor deiner Periode aufgedunsen, schwer und unwohl fühlst: Ignorier deine Waage und tu dir selbst etwas Gutes!

YouTuber reden im „Style and Talk“, „Kaffeeklatsch“ oder „Sesselgeflüster“ darüber. Instagrammer schreiben Posts, machen Stories und teilen ihre #pillenfrei-Erfahrungen. Fruchtbare Tage berechnen funktioniert nicht nur als Familienplanung, sondern auch als Verhütungsmethode. Es ist Trend. Und wir finden: Gott sei Dank ist es das! Back to the roots – ohne den ganzen Hormon-Schnickschnack. Aber ist es wirklich so simpel, wie es klingt?

Was passiert, wenn das Ei springt

Während der Ovulationsphase des Menstruationszyklus wird eine unbefruchtete Eizelle periodisch aus einem sprungreifen Follikel des Eierstocks ausgestoßen. Hö?

Eigentlich ganz einfach: Der Eisprung bezeichnet den Moment, in dem eine unserer Eizellen vom Eierstock in den Eileiter wandert und dort auf Spermien wartet, um befruchtet zu werden.

Das Ganze passiert einmal im Monat – in der Mitte unseres Zyklus. Bei einem regelmäßigen (!) Zyklus von 28 Tagen findet der Eisprung ziemlich sicher 14 Tage vor der Periode statt. Der Zeitpunkt des Eisprungs hängt also von der Länge des Menstruationszyklus ab. So einen regelmäßigen Bilderbuchzyklus von 28 Tagen hat allerdings kaum eine Frau. Und von den Frauen, die einen solchen regelmäßigen Zyklus haben, nehmen 90% die Pille – die fruchtbaren Tage zu bestimmen, macht da wenig Sinn …

Fruchtbare Tage berechnen – geht auch mit ‘ner 4 in Mathe

Also: Ein Menstruationszyklus variiert zwischen 23 und 35 Tagen. Den Zeitpunkt deines Eisprungs kannst du dir nun selbst ausrechnen oder ausrechnen lassen – das Netz bietet da hunderte von Fruchtbarkeitsrechnen, die dir die Arbeit größtenteils abnehmen.

Damit aber nicht genug: Fruchtbar bist du nämlich nicht nur an diesem einen Tag, an dem sich eine deiner 1-2 Millionen Eizellen dazu entschließt, das Nest zu verlassen, sondern auch an den Tagen um diesen Zeitpunkt herum. Und woran liegt das? Tja, die kleine Eizelle ist zwar nur 24 Stunden befruchtungsfähig, dagegen können die sneaky Samenzellen allerdings mehrere Tage in unseren Körpern überleben. Sind sie also zum Zeitpunkt deiner Ovulation bereits in dir, kann ein Spermium das Ei befruchten.

Als Faustregel gilt daher: Deine fruchtbarste Phase hast du zu vier bis fünf Tage vor und zwei Tage nach deinem Eisprung.

Ein Beispiel: Mein Zyklus dauert meistens 30 Tage, also habe ich meistens am 15. Tag meinen Eisprung und um diesen Tag herum kann ich wohlmöglich meistens schwanger werden.

Du denkst dir jetzt bestimmt: „Gut zu wissen, aber meistens klingt nicht sonderlich sicher.“ Deshalb noch ein Tipp:

Fruchtbare Tage bestimmen – das ist Wissenschaft

Ja, Wissenschaft, aber nicht unmöglich. Unser Körper sendet uns zwei Signale, wenn wir unseren Eisprung haben:

Signal Nr. 1: Deine Körpertemperatur steigt nach deinem Eisprung an. Um ein ganzes halbes Grad. Yeah! Das ist natürlich nicht sonderlich viel und merken tust du davon auch nichts, aber mit einem guten Thermometer und etwas Übung kannst du einen Rhythmus feststellen. Deine Basaltemperatur steigt jeden Zyklus direkt nach dem Eisprung leicht an. Somit markiert deine niedrigste Temperatur den Zeitpunkt deines Eisprungs.

Signal Nr. 2: Dein Zervixschleim verändert sich. Während der unfruchtbaren Tage wird deine Zervix (aka dein Gebärmutterhals) von einem relativ robusten Schleimpropf verschlossen und hält so neben Bakterien auch die Spermien fern. Je näher der Eisprung rückt, desto dünnflüssiger und durchsichtiger wird er und tritt als Ausfluss aus. Seine Konsistenz und Farbe verrät ziemlich viel darüber, in welcher Phase des Zyklus wir uns gerade befinden.

Fruchtbare Tage spüren – Wake me up before you go go!

Und damit meine ich jetzt nicht so was wie mehr Lust auf Sex oder Eisprungträume. Es gibt tatsächlich Frauen, die ihre Ovulation physisch spüren können. Eine von fünf Frauen fühlt den sogenannten Mittelschmerz, ein auftretendes krampfartiges Ziehen im Unterleib, der von ein paar Minuten bis zu mehreren Stunden lang dauern kann. Je mehr du dich mit deinem Zyklus auseinandersetzt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch du zum Zeitpunkt deines Eisprungs den Mittelschmerz wahrnimmst.

Das Wort zum Sonntag

Ist das ganze jetzt simpel? Na ja. Du solltest viel Disziplin mitbringen und dir Zeit lassen, deinen Körper und seine Signale kennenzulernen, bevor du dich verhütungstechnisch gesehen, darauf verlässt. Finde einfach selbst heraus, ob du der Typ dafür bist und informiere dich ausreichend. Safety first!

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist ja bekanntlich so eine Sache. Haben wir als Gesellschaft schon viel erreicht? Ja. Gibt es noch viel zu tun? OH JA! Nicht nur in Politik, Wirtschaft oder in gesellschaftlichen Moralvorstellungen hakt es noch hie und da. Auch beim Verkauf von Menstruationsartikeln, auf die biologische Frauen nun einmal angewiesen sind, wird mit unfairen Mitteln gespielt.

Damit machen wir jetzt Schluss! Die beiden Hamburgerinnen Nanna-Josephine und Yasemin und wir haben jeweils Petitionen ins Leben gerufen, die auf folgende Missstände beim Kauf von Menstruationsartikeln aufmerksam machen:

Petition #1: Fehlende Transparenz

Was braucht man, um eine informierte Kaufentscheidung zu treffen? Richtig – Man muss wissen, was man da kauft. Und dazu ist eine Auflistung der Inhaltsstoffe ganz hilfreich. Klingt doch eigentlich ziemlich logisch, oder?

Warum das auch bei Menstruationsartikeln notwendig ist? Gerade Tampons, die wir mehrere Stunden am Tag in unserem Körper tragen und deren Inhaltsstoffe über die Schleimhäute direkt in unseren Blutkreislauf übergehen, sollten wir doch die Inhaltsstoffe kennen! Vor allem in Hinblick auf Unverträglichkeiten und Umweltbedenken ist es absolut nicht okay, dass wir diese nicht auf der Verpackung finden. Ja, richtig gehört – die Inhaltsstoffe stehen meistens nicht auf der Verpackung! Hersteller von Menstruationsartikeln sind gesetzlich nicht dazu verpflichtet, die Inhaltsstoffe dort anzugeben.

Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, mit Hilfe von transparenten Informationen begründete Kaufentscheidungen zu treffen und Menstruierende dürfen davon nicht ausgeschlossen werden! Deshalb haben wir vor zwei Monaten eine Petition mit der Forderung nach einer Deklarationspflicht für Menstruationsartikel gestartet.

Jetzt Petition unterzeichnen!

Bisher haben fast 25.000 Menschen unterschrieben, aber wir sind uns sicher, dass da noch mehr geht! Zusammen mit change.org möchten wir auf solche Gesetzeslücken aufmerksam machen und durften in diesem Zusammenhang auch Nanna-Josephine von der Petition zur Tamponsteuer kennenlernen. Wie bitte? Tamponsteuer?!

Petition #2: Die Tamponsteuer

Das deutsche Steuersystem lässt sich wohl am besten mit einem Ausdruck beschreiben: Hä? Eine richtige Logik vermisst man hier leider an so manchen Stellen. Eine große Baustelle des Systems: Die Besteuerung von Menstruationsartikeln. Hier fallen 19% Mehrwertsteuer an. Für „notwendige Produkte des Alltags“ gilt allerdings ein ermäßigter Steuersatz von 7%.

Stellen wir uns ganz objektiv die Frage, ob Tampons, Binden, Menstruationstassen, Periodenpanties, etc. notwendig sind, kommen wir doch alle schnell auf die gleiche Antwort… Oder? Wir können es uns schließlich nicht aussuchen: Einmal im Monat benötigen wir diese Hygieneartikel! Schluss. Ende. Aus. Die Periode ist nun wirklich kein Luxus!

Das dachten sich auch Nanna-Josephine und Yasemin und starteten eine Petition zur Senkung dieser Tamponsteuer. Das Thema erfährt gerade wieder an medialem Aufwind und die Chancen stehen gut, dass es nun auch die verdiente politische Aufmerksamkeit erhält! Na endlich.

It’s time for change! 

Wir finden, es ist höchste Zeit etwas daran zu ändern! Schließlich leben wir im 21. Jahrhundert und es scheint noch immer ein Problem zu sein, dass biologische Frauen zwischen 13 und 40 Jahren monatlich menstruieren. Und das tun wir – by the way – nicht freiwillig. Da ist es doch nur fair, wenn wir auf solche grundlegenden Produkte, die uns dabei helfen durch den Alltag zu kommen, einen ermäßigten Steuersatz zahlen und wissen, was in ihnen enthalten ist.

Mit den Petitionen möchten wir nicht nur Aufmerksamkeit erzeugen, sondern wirklich etwas bewegen! Und das können wir nur gemeinsam mit euch! Unterstützt uns mit eurer Unterschrift, denn nur wenn wir genügend Unterschriften zusammen haben, können wir politischen Druck erzeugen:

www.change.org/wasstecktdrin
www.change.org/tamponsteuer

photo credits: forallwomankind

Hilfe, bin ich schwanger? Diese Art von Stress, hat wahrscheinlich jede von uns schon einmal durchgemacht, wenn wieder mal diese Zeit im Monat ist, aber nichts passiert. Schwanger sein ist dabei aber tatsächlich nur einer von vielen Gründen, warum deine Periode mal ausbleibt.

Das Einsetzen deiner Periode ist das Zeichen dafür, dass dein Körper gesund ist und bereit wäre, ein Kind auszutragen. Das heißt im Umkehrschluss also, wenn deine Periode ausbleibt, signalisiert dein Körper, dass irgendwas anders ist als sonst und er sich gerade nicht in der Lage fühlt, eine Schwangerschaft durchzustehen. Aber glaub mir, das klingt erst einmal schlimmer, als es wohlmöglich ist. Gründe dafür können nämlich manchmal gar nicht mal so abwegig sein:

1) Du hast Stress. 

Ob Liebeskummer, ein Umzug, Prüfungen, Verletzungen oder zu viel Sport – dein Körper nimmt deinen emotionalen und körperlichen Stress wahr und reagiert darauf. Bleibt deine Periode also aus, kann es sein, dass sich der Stress auf deine Hormone auswirkt. Nimm den Stress also nicht auf die leichte Schulter und versuche dir so bald wie möglich eine Auszeit zu nehmen. Dann pendelt sich auch dein Zyklus bald wieder ein.

2) Du ernährst dich nicht richtig. 

Die wohl bekannteste und wichtigste Regel beim Abnehmen ist das Kaloriendefizit. Nur, wenn du unter deinem täglichen Grundbedarf isst, nimmst du ab. Easy. Aber dieses Kaloriendefizit bedeutet natürlich auch, dass dein Körper weniger Energie hat. Was du an Energie zu dir nimmst und was rausgeht, müssen in einer gewissen Balance sein, damit du deine Periode bekommst. Hungerst du also zu sehr oder treibst übermäßig viel Sport, wird dem Körper signalisiert, dass du nicht genügend Reserven dafür hast, ein Kind auszutragen. Kohlenhydrate, Proteine, Fette, Zink und Jod sind bspw. besonders wichtige Nährstoffe für einen gesunden Zyklus.

3) Du hast deine Pille abgesetzt. 

Dass deine Periode nach dem Absetzen der Pille ausbleibt, ist völlig normal. Dein Körper ist einfach noch ein wenig durcheinander und muss sich ohne die zugesetzten Hormone wieder zurecht finden. Meist dauert es so drei bis sechs Monate bis die Periode, wieder einsetzt. Da musst du dir also keinen Kopf machen. Sollte es länger als sechs Monate dauern, sprich am besten mit deinem Arzt oder deiner Ärztin.

4) Du stillst. 

Nicht ohne Grund lässt die Periode nach der Schwangerschaft manchmal eine Weile auf sich warten. Du produzierst sehr viel Prolaktin, was auf der einen Seite für die Milchbildung in deiner Brust zuständig ist, auf der anderen Seite aber die normale Zyklusfunktion hemmt. Da kann es je nach Stillzeit auch mal ein Jahr dauern, bis deine Periode zurückkehrt.

5) Du hast das PCOS.

Beim Polycystischen Ovarien-Syndrom (PCO-Syndrom) ist die Hormonbildung in den Eierstöcken sowie in anderen hormonproduzierenden Geweben gestört. Kurz: Dein Körper produziert zu viele männliche Hormone, wodurch ein Eisprung und damit auch die Periode oftmals ausbleibt. Dabei gibt es verschiedene Arten vom PCOS, die du mit deinem Arzt oder deiner Ärztin genau analysieren solltest. Zusammen könnt ihr der Hormonbildung entgegenwirken.

6) Du leidest unter einer Über-/ Unterfunktion der Schilddrüse.

Probleme mit der Schilddrüse können deine hormonelle Balance stören und deinen Stoffwechsel beschleunigen oder verlangsamen. Dein Körper nimmt wahr, dass etwas nicht gesund von statten geht und sendet somit Signale, dass er nicht bereit ist, ein Kind auszutragen. Darum bleibt deine Periode aus. Auch hier kann dir am besten dein Arzt oder deine Ärztin weiterhelfen.

7) Du nimmst Medikamente. 

Das Ausbleiben der Periode kann auch eine Nebenwirkung der Einnahme von Medikamenten sein. So können sich zum Beispiel Kortison, Blutdrucksenker, Psychopharmaka, Krebsmedikamente, aber auch Verhütungsmittel (wie z.B. die Hormonspirale) auf deinen Zyklus auswirken und deine Periode unterdrücken.

8) Du bist in den Wechseljahren. 

Normalerweise heißt es, dass erst ab deinem 40. Lebensjahr die Menopause einsetzt und damit deine Periode ausbleibt – so funktioniert die biologische Uhr und das ist völlig normal so. Tatsächlich kann es aber auch sein, dass die Wechseljahre früher einsetzen. Ob eine frühzeitige Menopause oder doch ein anderer Grund besteht, kann ein Arzt oder eine Ärztin an deinem FSH-Wert erkennen.

No Blood, no Panic!

Du siehst, dein Zyklus kann auf vieles reagieren. Ganz wichtig: Hab erst einmal keine Panik! Das Ausbleiben deiner Periode bedeutet nicht gleich, dass sie gar nicht wiederkommt oder bei dir etwas nicht in Ordnung ist. Bei Stress oder falscher Ernährung ist das Ausbleiben der Periode oft nur von kurzer Dauer. Wenn sie mehrere Monate lang ausbleibt, spricht man von einer sekundären Amenorrhö. Dann ist es wichtig zu analysieren, warum dein Körper so reagiert und ob es dir gut geht.

Sprich im Zweifelsfall am besten mit deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin, wenn du die Ursache nicht zurückverfolgen kannst, deine Periode länger als drei Monate ausbleibt oder du starke Schmerzen Im Unterleib verspürst.

Die erste Periode nach der Geburt lässt oftmals eine Weile auf sich warten und das ist völlig normal so. Im Durchschnitt dauert es mindestens sechs Wochen und maximal ein Jahr, bis eine frisch gebackene Mutter wieder menstruiert. Während der neun Monate ist der Hormonhaushalt komplett auf die Schwangerschaft fixiert. Unsere Freunde Östrogen und Progesteron befinden sich in dieser Zeit auf einem sehr hohen Level. Nach der Geburt sinkt der Hormonspiegel langsam wieder ab und normalisiert sich.

Wann setzt die Periode wieder ein?

Die Antwort lässt sich in der Länge der Stillzeit finden. Je länger und intensiver eine Frau stillt, desto länger zögert sich ihre Periode heraus. Schuld daran ist Prolaktin, welches gebildet wird, sobald der Östrogenspiegel wieder abnimmt und für den Milcheinschuss zuständig ist. Als kleine Nebenwirkung hemmt das Hormon die Eizellreifung im Eierstock, wodurch die Periode erst einmal ausbleibt.

Stillt eine Frau nicht, normalisiert sich der Prolaktinspiegel innerhalb von zwei bis drei Wochen und der Zyklus setzt drei bis zehn Wochen später wieder ein. Durchschnittlich bekommt eine nicht-stillende Mutter ihre Tage also nach acht Wochen wieder. Stillt eine Frau, kann die Periode hingegen bis zu einem Jahr aussetzen.

Ist die Periode nach der Geburt anders?

Es kann tatsächlich passieren, dass sich deine Periode komplett anders äußert, als sie es in all den Jahren vorher getan hat – schließlich hat dein Körper gerade eine Wahnsinnsleistung vollbracht und sich dadurch verändert.

Gerade die erste Periode nach der Geburt kann euch fremd vorkommen. Viele Schwangere beklagen sich über stärkere und längere Blutungen und größere Schmerzen.

Besonders wichtig zu beachten: Deine Periode braucht erstmal wieder eine Weile, um sich einzupendeln. Die Zeit nach der Geburt ist vergleichbar mit der Menarche, also deiner allerersten Periode: So kann es gut passieren, dass sie einmal kommt und dann wieder eine längere Zeit auf sich warten lässt. In dem Fall: No panic!

Tampons direkt nach der Geburt – ja oder nein?

In den ersten Monaten nach der Geburt ist das Infektionsrisiko noch erhöht und die Wundheilung des Geburtskanals noch nicht ganz abgeschlossen. Schließlich hast du dort gerade dein Baby rausgepresst. Stillst du also nicht und bekommst deine Periode relativ früh, lass lieber erstmal die Finger von Tampons oder der Tasse. Binden oder Periodenunterwäsche tun es auch und sind in diesem Fall die bessere Wahl.

Aber keine Angst, wenn du eher eine Freundin von Tampons oder der Tasse bist, musst du nicht allzu lange auf diese Alternativen zurückgreifen. Ein bis zwei Monaten nach der Geburt ist meist alles abgeheilt und rückgebildet und du kannst wieder Tampons benutzen. Allerdings kann es gut sein, dass du diese ab jetzt größer brauchst. Eventuell hat sich die Form deiner Vagina durch die Geburt verändert, weshalb sich auch das Einführen des Tampons merkwürdig oder falsch anfühlen kann. Hast du dabei große Schmerzen, sprich unbedingt mit deinem Frauenarzt/deiner Frauenärztin darüber.

Muss ich während der Stillzeit verhüten?

Stillen = Verhütungsmittel? Nope! Auch wenn das Prolaktin die Wahrscheinlichkeit eines Eisprungs reduziert, heißt es nicht, dass du zu 100% unfruchtbar bist. Außerdem stellt die erste Periode nach der Geburt kein Zeichen für die Wiederkehr deiner Fruchtbarkeit dar. Der erste Eisprung setzt nämlich schon vor der ersten Periode wieder ein.

Falls ihr also nicht gleich scharf auf Baby No. 2 seid, verhütet ab sechs Wochen nach der Geburt wieder. Aber aufgepasst, wenn du noch stillst: Bestimmte hormonelle Verhütungsmittel, wie die Pille oder das Pflaster, können deine Milchproduktion negativ beeinflussen. 

 

Müde, erschöpft, unwohl, verkrampft – es gibt so viele negative Adjektiven, die für mangelnde Energie stehen, die viele Frauen während der Periode empfinden.

Der Urheber dieser Gefühlslagen ist oft das Spurenelement Eisen. Denn davon geht bei starken Blutungen ein großer Anteil verloren. Da wir Frauen sowieso schon einen Hang zu niedrigen Eisenwerten haben, kann ein weiterer Verlust während der Periode zu Mangelerscheinungen führen. Und aus diesem Mangel entstehen die extreme Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und Kurzatmigkeit.

Schau mal in den Kühlschrank

Vielleicht findest du da schon die Lösung für dein Wohlbefinden, denn während der Periode arbeitet dein Körper auf Höchsttouren und die richtige Ernährung kann ihm dabei helfen. Was er in dieser Zeit neben Eisen besonders braucht sind: Ballaststoffe, Magnesium, Eisen, C- und B6-Vitamine.

Diese Perioden-Superfoods bringen dir die richtige Energie

Spinat – gegen Heißhunger

Grünes Gemüse enthält viel Eisen. Und auch wenn Spinat nicht die extremen Superkräfte hat, die ihm lange nachgesagt wurden, ist er trotzdem ein verlässlicher Eisenlieferant. Obendrauf enthält Popeyes Lieblingsgemüse wichtige Ballaststoffe, die dich ordentlich satt machen, deinen Blutzuckerspiegel stabilisieren und gegen Heißhunger helfen.

Orangen – gegen Müdigkeit

Pro 100 g besitzt eine Orange 50 mg Vitamin C. Bei einer Menge von vier Orangen kommt da ein ordentlicher Schwung zusammen. Warum Vitamin C so wichtig ist? Eisenhaltige Nahrung allein zu sich nehmen, hilft oft nur bedingt, da das Spurenelement unter Umständen nur in Bruchteilen in unserem Körper ankommt. Manche Lebensmittel hemmen sogar die Aufnahme. Das Vitamin C in der Orange hingegen hilft dem Eisen des Spinats dabei in den Körper zu gelangen. So wirkt diese Kombi gegen Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und Müdigkeit, die durch den Blutverlust ausgelöst werden können.

Kleiner Tipp: Verzichte während deiner Tage auf Koffein, denn das hemmt die Eisenaufnahme.

Bananen – gegen Periodenschmerzen

It’s true: Bananen sind die Wunderwaffe gegen lästige Periodenschmerzen. Sie sind voll Vitamin B6 und Magnesium und helfen so gegen Krämpfe, Wassereinlagerungen und Blähbäuche.

Zimt – gegen Unwohlsein

Urheber des Unwohlseins und der Schmerzen ist eine innere Kälte, die durch die Periode verursacht wird. Zimt gilt als heißes Gewürz und kann unseren Unterleib wärmen und entspannen.

Der Periodensmoothie

All diese Period-Superfoods lassen sich in einem Smoothie wunderbar kombinieren.

Was du dafür brauchst:

30 g Spinat

4 Orangen

1 Banane (Je reifer die Banane, desto süßer der Smoothie)

1 TL Zimt

200 ml Pflanzenmilch (Verwende hier keine Kuhmilch, denn Milchprodukte können die Periodenschmerzen verschlimmern und die Eisenaufnahme hemmen)

Gib alles in einen Mixer und fertig ist der Power-Smoothie.

Zusatz-Tipp: Damit du noch satter wirst und dein Körper noch mehr Eisen und Ballaststoffe bekommt, kannst du dem Smoothie mit zwei EL Haferflocken noch einen zusätzlichen Boost geben.

Na dann: Prost, Mädels, auf mehr Energie während der Periode!

„Sorry, hast du vielleicht einen Tampon für mich?“ ist ein Satz, der eher mit vorgehaltener Hand geflüstert, als laut ausgesprochen wird. Und das meist noch mit geröteten Wangen.

Die Periode – das ewige Tabu-Thema in der Öffentlichkeit. Auch noch 2019. Und auch wenn Social Media etwas anderes vermuten lässt. Die meisten Frauen reden einfach nicht gerne darüber, wenn sie ihre Tage haben.

Aber warum ist das so?

Wie vieles ist auch unser verkrampftes Verhältnis zur Periode geschichtlich bedingt.

Für die Verführung Adams und den Biss in den Apfel bekam Eva gemäß der biblischen Urgeschichte mit der Periode und den damit verbundenen Schmerzen die gerechte Strafe.

Im Alten Testament heißt es: „Wenn ein Weib ihres Leibes Blutfluss hat, die soll sieben Tage unrein geachtet werden; wer sie anrührt, der wird unrein sein bis auf den Abend.“ Damit galten Frauen lange Zeit als verdorben und die Periode war der beste Beweis dafür.

Und selbst in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts hieß es noch, Blumen würden verwelken und Hefeteige nicht aufgehen, sollte man sie in die Hände von menstruierenden Frauen geben…

Puhhhhh…

Ist das immer noch so?

Also gut, als verdorben gelten wir Frauen heutzutage natürlich nicht mehr. Und die Forschung im 20. Jahrhundert hat einiges dafür getan, endlich zu beweisen, dass beispielsweise die Periode keine Behinderung (seit den 1930er Jahren) und Menstruationsblut nicht giftig ist (seit 1958).

Soweit, so gut. Die Periode gehört also zum Leben einer fruchtbaren Frau dazu, wie die Luft zum Atmen. Trotzdem reden 77% der Frauen nicht gerne darüber, vor allem nicht mit Männern.

Aber warum schämen sich bloß so viele dafür?

Mangelnde Aufklärung

Die Antwort lässt sich in der Schulzeit finden. Spezifische Informationen in Bezug auf den weiblichen Zyklus spielen in den Lehrplänen keine Rolle. Lehrerinnen und Lehrer müssen die Periode also nicht unterrichten, wenn sie es nicht wollen. Sexualkunde dient lediglich als Ergänzung der Aufklärung der Eltern.

Und natürlich sollten sich Eltern dieser Verantwortung unbedingt stellen. Dass die Biologie aber vielleicht zu komplex für den Küchentisch ist, wird dabei nicht unbedingt bedacht.

Eine Umfrage der Aufklärungsplattform Erdbeerwoche zeigt, dass die Periode bei Jugendlichen kaum ein Thema ist: 60% der Mädels finden ihre Periode einfach „peinlich“. Und die Jungs haben meistens gar keine Ahnung: Jeder dritte Junge weiß nicht, was Menstruation eigentlich bedeutet und jeder zweite Junge ist der Meinung, die Periode diene der Verhütung. 

Let’s Talk Period.

Klar, Erwachsenwerden ist schwierig und unangenehm. Aber: Darüber reden hilft! Und das gilt nicht nur für Teenager. Schäme dich nicht dafür, dass dir deine Periode vielleicht mal zu schaffen macht. Die Antwort auf das Tabu ist eine ganz einfache Gleichung: Je mehr wir darüber reden, desto weniger erröten wir, desto weniger fühlen wir uns genötigt zu flüstern und desto weniger ist es uns peinlich. Das kommt vor allem der jüngeren Generationen zu Gute. 

 

Mit seiner Kraft bringt der leuchtende Himmelskörper ganze Meere dazu, sich zu bewegen. Dann müsste seine Wirkung auf den Menschen doch umso größer sein – so argumentieren „Mondgläubige“. Für sie ist absolut klar, dass die weibliche Menstruation vom Mond beeinflusst wird.

Alles nur Aberglaube?

Dieser Mythos hält sich hartnäckig – nicht zuletzt, weil der Mond die Erde in genau 29,5 Tagen umkreist. Ein durchschnittlicher Menstruationszyklus ist genauso lang. Auch das Wort „Menstruation“ kommt von dem lateinischen Wort für Monat „mensis“ und lässt auf eine Verbindung schließen.

Es heißt, Frauen der verschiedensten kulturellen Stämme haben sich in der vorindustriellen Zeit jedes Mal bei Neumond getroffen, um gemeinsam in „roten Zelten“ zu menstruieren. Erst mit der Erfindung des künstlichen Lichtes wäre dies nicht mehr möglich gewesen, da Frauen ab dann ihre Periode nicht mehr gleichzeitig bekamen.

Viele Menschen glauben auch heute noch an den Einfluss des Mondes auf den Menschen, sei es bezüglich der Menstruation oder des Schlafrhythmus. 

Ist da was dran?

Wissenschaftlich gesehen, hat dieser Mondglaube jedoch keine Grundlage! Es gibt keinerlei empirische Belege dafür, dass der weibliche Menstruationszyklus jemals vom Mond abhängig war.

Auch der Vergleich mit Säugetieren lässt den Mythos unwahrscheinlich erscheinen. Der Sexualzyklus eines Schafes dauert 16 Tage, der einer Maus nur 5 Tage und der eines Schimpansen ganze 37 Tage. Warum sollte also der menschliche Zyklus mit dem Mond zusammenhängen, während die Zyklen anderer Lebewesen davon unabhängig sind?

Außerdem ist ein weiblicher Zyklus von 29,5 Tagen tatsächlich nichts weiter als ein Durchschnittswert: Bei manchen Frauen ist der Zyklus länger, bei manchen kürzer, bei manchen jedes Mal anders. Der Mond hingegen kreist immer in 29,5 Tagen um die Erde.

Somit ist es wohl eher Zufall, dass der Mond- und der Menstruationszyklus ähnlich lang sind.

 

Spätestens wenn kleine fiese Pickel in meinem Gesicht sprießen – und dass obwohl ich seit fast zwei Jahrzehnten aus der Pubertät raus bin – mich meine Heißhungerattacken stündlich zum Kühlschrank treiben und ich wegen unverschlossener Zahnpastatuben in Tränen ausbreche, dann weiß ich, es ist bald soweit: Meine Gebärmutterschleimhaut möchte sich von mir verabschieden. Aber warum sie da immer so ein Drama draus machen muss? Mir persönlich wäre ein unaufgeregter Abgang lieber. Und ich gehe mal davon aus, dass mir die meisten Frauen zustimmen werden. Wer hat schon Lust auf einen Bauch, mit dem man aussieht als wäre man im 6. Monat schwanger? Vermutlich haben die meisten Promi-Ladies, denen mal wieder eine Schwangerschaft angedichtet wird, einfach nur einen Blähbauch, der lediglich ihre baldige Menstruation ankündigt.

Gerne erinnert uns “Ursula” – so nennt eine gute Freundin von mir liebevoll ihre Gebärmutter – an das monatliche Event in unserem Unterleib. Und sie ist dabei sehr einfallsreich: Kopfschmerzen, fieses Ziehen im Rücken, Spannungsgefühl in den Brüsten, Müdigkeit oder einfach nur eine scheiß Wut auf alles und jeden. Und die Liste ließe sich hier noch um einige Punkte erweitern. Ein individuell zusammengestelltes “Wehwechen”-Paket, das dich einfach nur daran erinnern soll, dass du bald blutest!

Aus dem Gleichgewicht

All diese körperlichen und seelischen Beschwerden, die irgendwann zwischen Eisprung und Beginn deiner Menstruation auftreten können, sind auch unter dem Namen “prämenstruelles Syndrom” (kurz PMS) bekannt. Und der Fairness halber muss ich auch erwähnen, dass es nicht allein Ursulas Schuld ist, dass wir für einige Tage körperlich aus dem Gleichgewicht geraten und emotional Achterbahn fahren. Die eigentlichen Übeltäter – so vermutet man – sind die Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron, die im weiblichen Körper den Zyklus regulieren. Die genauen Ursachen sind leider noch nicht ausreichend erforscht. Die PMS-Symptome sind zudem nicht bei jeder Frau gleich stark ausgeprägt und können sich von Mal zu Mal verändern.

Aber es gibt eine gute Nachricht: Du musst nicht bis zum Ende deiner Wechseljahre warten bis die PMS-Beschwerden nachlassen. Es gibt einige Mittel und Wege, um die monatlich wiederkehrenden Symptome in den Griff zu kriegen. Ganz verschwinden werden sie vermutlich nicht, aber du kannst sie zumindest lindern.

1. Halt dich warm

Bei fiesen Rücken- und Gelenkschmerzen hilft dir eine Wärmflasche oder ein heißes Bad, bei immer wiederkehrenden heftigen Kopfschmerzen meistens leider nur eine herkömmliche Schmerztablette. Wenn die Schmerzen nicht ganz so quälend sind, könnten auch ein paar Tropfen Pfefferminzöl auf dem Rücken oder auf die Schläfen einmassiert Wunder bewirken. Wenn du dann noch jemanden an der Hand hast, der das Einmassieren übernehmen kann, um so besser. Denn ein paar Streicheleinheiten tun auch der Seele gut.

2. Chill dich

Regelmäßige Auszeiten sind natürlich immer wichtig, aber während der Tage vor den Tagen noch viel mehr. Denn Stress kann die Beschwerden verstärken. Eine Runde Yoga, ein Spaziergang im Freien oder ein Date mit der besten Freundin helfen dir dabei, einen klaren Kopf zu bewahren und dich zu entspannen. Sollte gerade keine gute Freundin griffbereit sein, sind Dates mit dir und einem guten Buch oder der nächsten Netflix-Serie eine super Alternative!

3. Bring deine Muskeln in Schwung

Krämpfe und Verspannungen kannst du mit einer kleinen Workout-Runde lösen. Ob nun eine gemütliche Joggingrunde, ein paar Yogastellungen oder eine kleine Tanzeinlage – alles was nicht zu anstrengend ist, aber deine Muskeln in Bewegung bringt, hilft. Übrigens auch gegen die seelischen Schmerzen.

4. Stell deine Ernährung um

Manche Frauen leiden unter ihren Beschwerden so stark, dass eine medikamentöse Behandlung das einzige Mittel der Wahl bleibt. Da die Einnahme von Medikamenten mit nicht zu vernachlässigenden Nebenwirkungen verbunden sein kann, könntest du es vorab mit einer Ernährungsumstellung ausprobieren. Denn es ist nachgewiesen, dass bestimmte Lebensmittel gegen einige PMS-Symptome helfen können, während andere diese wiederum verschlimmern. Die Tüte Essigchips muss also leider im Schrank bleiben und auch auf Koffein, Alkohol und Süßigkeiten solltest du verzichten. Ich weiß, das klingt hart! Was dein Körper in dieser Zeit vor allem braucht sind Ballaststoffe, Magnesium, Kalzium, B- und D-Vitamine, ungesättigte und Omega-3-Fettsäuren.

Bananen beispielsweise enthalten viel Magnesium, was gut bei Krämpfen ist, und B-Vitamine, die gegen Kopfschmerzen und Wassereinlagerungen helfen. Auch Kichererbsen und andere Hülsenfrüchte punkten mit einem hohen Magnesiumgehalt und viel Vitamin B 6. Ein Müsli aus Haferflocken und frischem Obst enthält viele Ballaststoffe, damit regst du deinen Darm an und sagst deinem PMS-Blähbauch ade. Ungesättigte Fettsäuren heben die Stimmung und Omega-3-Fettsäuren helfen gegen die Unterleibsschmerzen – beides bekommst du beispielsweise mit einer Portion Lachs. Noch eine Avocado dazu und du deckst auch deinen Bedarf an D-Vitaminen.

Außerdem solltest du viel trinken , aber wenn möglich ohne Kohlensäure, denn die bläht noch mehr.

5. Nutze die Kraft der Natur

Auch in der Natur ist ein Kraut gegen die verschiedenen Symptome des PMS gewachsen: Mönchspfeffer – oder auch Keuschlamm genannt – harmonisiert das hormonelle Ungleichgewicht und kann so prämenstruelle Beschwerden lindern. Neben einer Ernährungsumstellung ist der Einsatz dieser Heilpflanze vielleicht eine Alternative zu den mit Nebenwirkungen verbundenen Medikamenten.

6. Sieh’s als Chance

Aber trotz Pickel, Blähbauch und all der anderen PMS-Gemeinheiten, solltest du die Tage vor den Tagen auch als Chance sehen und dich und deinen Körper mit viel Liebe und fürsorglicher Zuwendung verwöhnen. Du kannst also auf Ursula schimpfen, gegen sie ankämpfen und mit ihr hadern, aber letztendlich macht sie einfach nur ihren Job. Und das ist auch gut so. Klar, könntest du auf auf das ganze Drumherum und das Drama verzichten, aber wenn du versuchst, sie mit all ihren Macken anzunehmen, wird es vielleicht entspannter – ganz so wie mit einer guten Freundin.