„Wo kommt nur der extra Kilo wieder her?“ Gewichtsschwankungen zählen bei vielen zu den nervigen PMS-Beschwerden. Diese können von ein paar Hundert Gramm bis zu einigen Kilos reichen. Zum einen kann es tatsächlich daran liegen, dass du auf Grund von Heißhunger-Attacken mehr isst, zum anderen ist eine Gewichtszunahme vor und während der Periode aber oftmals schlicht und einfach Wassereinlagerungen geschuldet.

Warum speichert der Körper so viel Wasser?

Es sind mal wieder die Hormone Östrogen und Progesteron, die für extra Kilos durch Wassereinlagerungen sorgen. In den 14 Tagen vor deiner Periode sind der Östrogen- und Progesteronspiegel auf einem relativ hohen Niveau und dein Körper bereitet sich auf die Periode vor. Er arbeitet also auf Hochtouren und damit er dies auch effizient tun kann, benötigt er viel Wasser. So speichert er es sicherheitshalber ab – und da Wasser schwer ist, merken wir das sofort.

Die gute Nachricht: Die Kilos aus den Wassereinlagerungen wirst du ganz von alleine wieder los. Da der Östrogenspiegel mit Einsetzen deiner Periode wieder abnimmt, geht es meist sogar recht schnell, dass du das Wasser wieder verlierst.

Wassereinlagerungen wirken sich aber nicht immer nur auf dein Gewicht aus. Sie lassen auch oftmals deine Gelenke anschwellen, wodurch Beine, Hände und Füße schnell mal richtig weh tun können. Das ist vor allem bei den sommerlichen Temperaturen wirklich unangenehm. Leidest du auch darunter? Dann haben wir ein paar Tipps für dich:

So sagst du Wassereinlagerungen den Kampf an:

  1. Tierisches Eiweiß fördert Wassereinlagerungen. Das liegt nicht an den Tieren selbst, sondern vielmehr an den Hormonen, die ihrem Futter beigefügt sind. Also verzichte am besten in der Zeit vor deiner Periode auf Fleisch, Fisch und tierische Produkte.
  2. Lass lieber die Finger von zu viel Salz. Je mehr Salz du zu dir nimmst, desto mehr Wasser benötigt dein Körper, um zu arbeiten. Der Grund dafür: Das Natrium im Salz bindet Wasser und fördert dadurch Wassereinlagerungen. Greife lieber zu frischen Lebensmitteln als zu Fertigprodukten und benutze Meersalz zum Würzen, denn das ist natriumärmer als normales Salz.
  3. Vergiss nicht, viel zu trinken. Auch wenn es erst einmal paradox klingt – es ist tatsächlich so: Wasser entwässert. Achte also darauf, dass du zwei bis drei Liter am Tag trinkst. Tees mit Birkenblättern oder Brennnessel helfen nochmal zusätzlich bei der Entwässerung.
  4. Auch einige Lebensmittel können euren Körper bei der Entwässerung unterstützen. Besonders wichtig sind kaliumhaltige Produkte, wie Broccoli, rote Beete, Nüsse oder Bananen. Diese helfen dabei, dass dein Körper wieder in Balance gebracht wird. Auch Vitamin B6 trägt zur Entwässerung bei und kannst du z.B. durch Wassermelonen, Kartoffeln oder Gurken zu dir nehmen. Um Schmerzen und Schwellungen zu lindern, helfen magnesiumhaltige Nahrungsmittel, wie dunkle Schokolade, Nüsse oder grünes Gemüse.

Der wohl wichtigste Tipp, wenn du dich vor deiner Periode aufgedunsen, schwer und unwohl fühlst: Ignorier deine Waage und tu dir selbst etwas Gutes!